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Technische Erläuterungen

Das Schleifen an herkömmlichen Werkbank-Schleifmaschinen mit horizontaler Achse hat den Nachteil, dass bei der Bearbeitung die Schleiffläche nicht beobachtet werden kann. Selbst einfachste Schleifarbeiten können nur nach Gefühl ausgeführt werden. Die Kontrolle der Schleiffläche erfordert wiederholtes Absetzen des Werkstücks. Ein einwandfreier Schliff kann daher nur vom Fachmann erzielt werden.

Demgegenüber bietet das Sichtschleifen eine Vielzahl von Vorteilen:

Das Verfahren beruht auf der einfachen physikalischen Erscheinung, dass durchbrochene Flächen bei schneller Rotation durchsichtig werden. Die Sichtschleifscheibe besteht aus einer mit Korund überzogenen Stahlplatte, die mit Schlitzen versehen ist. Bei 2600 U/min. (ca. 30 m/s Umfangsgeschwindigkeit) ist die Scheibe durchsichtig.

Das Werkstück wird von unten an die Schleifscheibe herangeführt, so dass der Schleifvorgang einwandfrei beobachtet und die Schleiffläche ohne Unterbrechung genau bearbeitet werden kann.

Bild Schleifen

Für die Bearbeitung verschiedener Materialien ist eine Reihe unterschiedlicher Sichtschleifscheiben lieferbar.

Das Sichtschleifverfahren darf aus Sicherheitsgründen nur auf STEPHAN-Sichtschleifmaschinen ausgeführt werden, die für diesen Zweck konstruiert sind. Der vollkommen geschlossene und hoch belastbare Motor wird für Einphasenwechselstrom geliefert. Er entspricht den VDE-Vorschriften 0530 für Dauerbetrieb.

Vier Löcher an der kräftigen Fußfläche des Maschinengehäuses dienen der sicheren Befestigung an der Werkbank. Die Schutzkappe verhindert ein unbeabsichtigtes Berühren der umlaufenden Schleifscheibe. Die Maschinen mit VDE geprüftem Ein- und Ausschalter werden mit 1 m Anschlußkabel geliefert. Bei den Einphasen-Wechselstrom-Maschinen befindet sich der Kondensator in dem zylindrischen Teil des Gehäuses.

Zeichnung Scheibe

Um eine bestimmte Schleifwirkung zu erzielen, werden die Sichtschleifscheiben mit den verschiedensten Körnungen hergestellt.

 

Tabelle